Fast mit Sicherheit etruskischen Ursprungs, ist Italiens am häufigsten angebaute Rebsorte (ca.100 000 Hektar).
In mindestens 16 der 20 Anbaugebiete Italiens wird sie kultiviert, ganz zu schweigen von mehreren anderen Ländern wie etwa Kalifornien oder Argentinien.
Ein grundlegender Unterschied besteht zwischen Sangiovese Grosso und Sangiovese Piccolo, wobei sich die Adjektive auf die Größe der Beeren beziehen.
Sangiovese Grosso gilt allgemein als besser und ist weiter verbreitet.
Doch in Tat und Wahrheit ist es innerhalb einer bestimmten Region über einen gewissen Zeitraum schwierig, die beiden Spielarten auseinander zu halten. Am wichtigsten ist vielleicht die Tatsache, dass Sangiovese eine höchst anpassungsfähige Rebsorte ist, die sich je nach der unmittelbaren Umgebung radikal verändern kann, auch was Blattform, Traubengestalt und Beerengröße betrifft.
Es gibt unzählige Variationen und Klone, auch innerhalb kleiner Gebiete, die sich manchmal mit exotischen oder lokalen Namen schmücken:
San Zoveto (erste Namensaufzeichnung 1600),
Sangioveto (z. b. Insel Elba),
Prugnolo Gentile (Montepulciano)
Brunello (Montalcino), doch aus Angst, die Kalifornier könnten diesen Namen stehlen, wird er nicht mehr zur Bezeichnung der Rebe gebraucht, sondern nur noch für den Wein.