Tequila ohne Teufel: Der Teufel hat den Schnaps gemacht, aber mit Tequila kann er sich nicht schmücken. Für den sind die Götter zuständig, erzählt eine mexikanische Legende. Demnach war im Himmel der Teufel los, weil sich die Götter stritten. Der Streit löste einen Blitz aus, der Blitz fuhr in eine blaue Agave, brachte deren Strunk zum Kochen. Und: ein klarer Saft floss heraus - der Tequila. Ein Götter-Geschenk, das zu Azteken-Zeiten den hohen Priestern vorbehalten blieb.
Vor ca. 1000 Jahren stellten die Azteken aus dem vergorenen Saft der Agave die Pulque her, den Vorläufer des Tequila, die auch heute noch in mexikanischen Pulquerias ausgeschenkt wird. Erst im 16. Jahrhundert brachten die Spanier das Destillationsverfahren ins Land. Nach einigen Experimenten war man mit dem neuen Agaven-Brand, dem "Vino-Mezcal" sehr zufrieden. Anfang des 19. Jahrhunderts begann man in Mexiko die Agave in und um die Stadt Tequila als Feldfrucht anzubauen, und der "Vino-Mezcal" dieser Region nahm den Namen seines Anbaugebietes an - "Tequila"! |